Auerhuhn
Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist der größte Hühnervogel in Finnland. Der Hahn kann bis zu 5 kg wiegen und 90 cm groß werden. Die Hennen sind bedeutend kleiner als die männlichen Tiere. Sie wiegen bis zu 2 kg und haben eine Körperlänge von 60 cm. Auch im Aussehen unterscheiden sich Hahn und Henne. Das Gefieder des Auerhahns ist schwarz, braun und grau gesprenkelt. Über den Augen hat er einen auffälligen roten Streifen. Am leichtesten ist der Auerhahn an seinem großen Schwanz zu erkennen, den er bei der Balz zum Fächer aufrichtet, um die Henne zur Paarung zu bewegen. Die Henne ist braun gesprenkelt und wird leicht mit dem Birkhuhn verwechselt.
Mit Ausnahme der Ålandinseln und der baumlosen Fjällgebiete sind Auerhühner in ganz Finnland verbreitet.
Große Populationsschwankungen sind für Auerhühner typisch. Das Auerhuhn hat sich ausgezeichnet an die winterlichen Bedingungen angepasst. Bei starkem Frost schont das Auerhuhn seinen Wärmehaushalt, indem es fast die ganze Zeit in einer Höhle sitzt, die es in den weichen Schnee gegraben hat. Der Schnee isoliert gut und die Temperatur sinkt in der Höhle nur auf wenige Grade unter Null. Nur zur Nahrungsaufnahme verlässt das Auerhuhn die Höhle für kurze Zeit.
Die Gruppenbalz der Auerhähne im März bis Mai ist ein beeindruckendes Spektakel. Sie versammeln sich früh am Morgen oder spät am Abend jedes Jahr an denselben Stellen, um um die Hennen zu werben. Jeder Auerhahn hat sein eigenes Revier. Den mittleren Teil der Balzarena beherrscht das ranghöchste Tier, das sich mit den meisten Hennen paaren wird. Während der Balz kommt es leicht zu Kämpfen, bei denen die Auerhähne ihre Kräfte messen. Sie drohen einander und richten den gefächerten Schwanz auf, um zu imponieren. Manchmal wird auch angegriffen. Dabei schlagen die Hähne mit den Flügeln und hacken mit dem kräftigen Schnabel. Der Sieger darf schließlich die Hennen treten.
Birkhuhn
Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix) ist in Finnland vielfach anzutreffen. Der Hahn ist fast ganz schwarz und wiegt 1–1,5 kg. Er kann eine Länge von 60 cm erreichen. Ein gutes Erkennungszeichen ist der leierförmige Schwanz, den der Hahn während der Balz aufstellt. Die Hennen wiegen weniger als 1 kg und werden 40–45 cm lang. Die Henne ist braun gesprenkelt und mit ihrem Gefieder im Gelände gut getarnt. Von der Auerhenne unterscheidet sich die Birkhenne durch die geringere Größe und den leicht gegabelten Schwanz.
Birkhühner gibt es fast in ganz Finnland, nur im nördlichsten Lappland nicht. Der Bestand wird auf 225 000–400 000 Tiere geschätzt, kann sich aber innerhalb eines Jahres erheblich ändern.
Das Birkhuhn hat sich ausgezeichnet an die winterlichen Bedingungen angepasst. Wie das Auerhuhn schont das Birkhuhn seinen Wärmehaushalt bei starkem Frost, indem es die Ruhezeiten in einer Höhle verbringt, die es in den weichen Schnee gegraben hat. Der Schnee isoliert gut und die Temperatur sinkt in der Höhle nur auf wenige Grade unter Null. Nur zur Nahrungsaufnahme verlässt das Birkhuhn für kurze Zeit seine Höhle.
Die Birkhähne balzen im Frühjahr von März bis April. Sie versammeln sich jedes Jahr an denselben Stellen, um die Gunst der Hennen zu erlangen. Typische Balzplätze sind offene Sümpfe oder vereiste Seen und Tümpel. Im Allgemeinen sind die Balzplätze leicht zu finden. Die Luft ist erfüllt vom Kollern der Hähne, das manchmal mehrere Kilometer weit zu hören ist. Bei der Balz messen die Hähne ihre Kräfte und zum Schluss wählen die Hennen den stärksten Hahn, um sich begatten zu lassen. Einen Monat nach der Paarung legt die Henne sechs bis zehn Eier und beginnt zu brüten. Die Küken schlüpfen gut drei Wochen später.
Andere Vögel
Die Möglichkeiten, im Gebiet Wild Taiga Vögel zu beobachten und zu fotografieren, beschränken sich keineswegs auf Auer- und Birkhuhn. Es gibt viele andere interessante und seltene Arten, zum Beispiel Eulen [Uhu (Bubo bubo), Sperbereule (Surnia ulula), Habichtskauz (Strix uralensis), Bartkauz (Strix nebulosa), Raufußkauz (Aegolius funereus)] und tagaktive Raubvögel [Seeadler (Haliaeetus albicilla), Schwarzmilan (Milvus migrans), Steinadler (Aquila chrysaetos)].
An anderen Vögeln könnte man Stern- und Prachttaucher nennen (Gavia stellata, Gavia arctica). Kleinere, aber interessante Vögel sind u.a. der Unglückshäher (Perisoreus infaustus), die Lapplandmeise (Parus cinctus) und der Blauschwanz (Tarsiger cyanurus).