Der Braunbär (Ursus arctos) – das Nationaltier Finnlands – ist das größte Raubtier, das in Europa anzutreffen ist. In Finnland leben zwischen 800 und 1000 Individuen, vorwiegend in Ostfinnland und in Lappland.
Die männlichen Tiere wiegen 47–300 kg, die weiblichen 47–170 kg. Der Braunbär kann eine Kopf-Rumpf-Länge von 250 cm und eine Schulterhöhe von 90–125 cm haben. Seine Farbe ist hellbraun bis schwarz. Durch das dicke Fell wirkt der Bär schwerfällig, doch tatsächlich ist er ein sehr schnelles, sehr starkes Tier. Über kurze Strecken erreicht er sogar eine Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern.
Bären halten Winterruhe, die im September bis November beginnt und im März bis Mai endet. Im Sommer sind die Bären sehr aktiv. Die männlichen Tiere legen auf der Nahrungssuche und in der Brunst auf der Suche nach einer Partnerin Hunderte von Kilometern zurück. Die weiblichen Tiere bleiben mit ihren Jungen in einem viel kleineren Gebiet.
Die Brunstzeit der Bären dauert von Mai bis Juni. Im Januar oder Februar kommen in der Winterhöhle ein bis vier Jungen zur Welt, die etwa 300 g wiegen. Sie folgen der Mutter bis Mai oder Juni des folgenden Jahres. Bären sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Beeren, Körnern, Pilzen, Insekten, Vögeln und anderen Tieren. Die wichtigsten Beutetiere des Bären sind Elch und Rentier.
Bären haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und ein hervorragendes Gehör. Sehen können sie nicht besonders gut, aber Bewegungen nehmen sie leicht wahr. Mit Hilfe dieser Sinne meidet der Bär den Menschen. In der Natur begegnet man ihm deshalb selten. Unter normalen Bedingungen ist der Bär so scheu, dass es ohne gutes Versteck fast unmöglich ist, ihn zu beobachten.